Epilepsie - Fahreignungsgutachten - Kosten + Job weg von heute auf morgen
Manchmal reichen keine kurzen Sätze ...
Vorab, es fällt mir nicht leicht hier zu schreiben , aber ich möchte auch nochmal sagen dass niemand gezwungen wird etwas beizutragen, sondern das Herz entscheiden soll und natürlich auch der Inhalt . Ich denke es geht hier um nicht unverschämtes . Einfach um den Wunsch zu sehen, dass auch mit chronischem Handicap ein Alltag gut laufen kann. Ich hoffe die lange Geschichte hält niemanden ab sie zu lesen und dann zu entscheiden.
Im März 2026 habe ich von einem auf den anderen Tag meinen Job als Fahrer bei einem Pflegedienst aufgeben müssen. Grund dafür meine Krankheit – Epilepsie . Nach der Diagnose 2001 musste ich natürlich erst einmal mein Leben komplett umstellen, letztendlich seid 2007 anfallsfrei. Ich bin auch das „ vorgeschriebene eine Jahr kein Auto gefahren .Seitdem bin ich so gut eingestellt , dazu in regelmäßiger Kontrolle und es ist nie etwas passiert. Ich war über die Jahre auch nie in der Situation eines, in diesem Falle, Kleinbusses zu fahren der eines Personenbeförderungsscheines bedarf. Im Jahr 2023 habe ich bei einem Pflegedienst meine Tätigkeit als Fahrer für Senioren und körperlich eingeschränkter Personen begonnen, es war von Anfang an bekannt dass ich Epileptiker bin, aber kein Thema bezüglich des Scheines. Im letzten Jahr wurde nun aber nach einem gefragt und ich hatte auch kein Problem damit gehabt die REGULÄR geforderte medizinische Untersuchung durchzuführen. Auch die Epilepsie erwähnt , jedoch kam dort auch keine Ansage, so dass es für mich auch als ok klang. Bei der Vorsprache bei der Zulassungsstelle plötzlich der Schock – Epilepsie, nein dann bekommen sie keinen PBS. Aber aufgrund der langen Anfallsfreiheit hat man mir gesagt ich müsste noch ein großes, verkehrsmedizinisches Fahreignungs-Gutachten, selbst finanziert, machen und wenn das ok ist bekomme ich auch den Schein. Die Kosten dafür 449 €. Hätte mir mein Arbeitgeber damals nicht die Übernahme der Kosten angeboten, hätte ich schon eher kündigen müssen weil ich es nicht zahlen konnte. Aber ich dachte halt – er braucht mich also wird er vielleicht so nett sein. Also habe ich es gemacht ohne zu ahnen dass es eine gesetzliche Klausel gibt – die ich nicht so kannte und hätte ich dass eher gewusst wäre der ganze Act bezüglich des Scheines gar nicht notwendig gewesen. Aber da ich ja eh gehen musste, warum sollte er mir dann auch noch helfen. Das Ergebnis des Gutachtens :
Für eine Fahreignung für Gruppe 2 und Fahrgastbeförderung gilt generell, dass die Fahreignung für die Gruppe 2 und Fahrgastbeförderung nur dann erteilt werden darf, wenn der Betroffene keine Antiepileptika einnimmt. Dabei muss eine mindestens fünfjährige Anfallsfreiheit ohne medikamentöse Therapie nachgewiesen sein. Bei Herrn Köppe liegt zwar eine sehr langjährige Anfallsfreiheit vor, jedoch nur unter der regelmäßigen Einnahme von täglich 450 mg Lamotrigin. Damit sind die Voraussetzungen für eine Fahreignung für Fahrzeuge der Gruppe 2 und damit auch die Eignung zur Fahrgastbeförderung bei Herrn Köppe auf Dauer NICHT erfüllt.
Ich musste also den Job von heute auf morgen beenden, bin auf den Kosten sitzen geblieben weil es ja durch mich beauftragt wurde, jedoch um den Job zu behalten.
Da ich ja aber dieses Ergebnis bekommen habe hatte ich halt Pech und bin auch auf den Kosten sitzen geblieben , denn nachdem ich die erste Mahnung bekam habe ich gemerkt er hat es doch nicht übernommen. Und auch gleich vom Amt abhängig gewesen. Dort gleich ne Sperre weil mich mein AG nicht kündigen wollte obwohl es ja aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war meine Haupttätigkeit fortzuführen. Nicht nur der Jobverlust, auch meine finanzielle Lage ist derzeit absolut, als alleinerziehender Vater, auch sehr angespannt. Nun habe ich die Anerkennung zum Alltagsbegleiter bekommen und hoffe dass sich genügend Menschen finden die man unterstützen kann. Dafür wäre es auch toll eine Unterstützung zu bekommen um sich eben mit den notwendigen - Mitteln auf diese selbständige Arbeit vorzubereiten. Die wohl 300 Euro Gründer Zuschuss vom Amt sind ja gerade mal hilfreich um, aufgrund des geringen ALG , die normalen Kosten zu stemmen. Und Kredit gibt es keinen. Aber meine Arbeit mit den Senioren, zu erleben wie dankbar sie für jede Hilfe oder auch Unterhaltung sind , hat mich so ausgefüllt dass ich es eben gerne weitermachen möchte. Vielleicht gibt es ja hier Menschen die dafür auch ein Herz haben. Auch weil wir ja alle mal älter werden und dann dankbar für jede Hilfe sind. So es war ein langer Text. Mein Wunsch wäre also Hilfe um WENIGSTENS das Gutachten von 449,- € zu bezahlen und um meine Arbeit als Alltagsbegleiter so organisieren können, dass ich auch anderen Menschen ohne Arbeit, vielleicht mit einer Anstellung irgendwann helfen kann, damit auch sie zufrieden sind. Ich hab mal geschaut was so ein Start an Kosten bedeuten würde, aber ohne Hilfe wird es eh nicht klappen.
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Die Gründung einer Firma als Alltagsbegleiter ist mit geringen Startkosten verbunden. Die Gründung kostet in der Regel zwischen 500 € und 3.000 € an reinen Verwaltungskosten, Qualifizierung und Ausrüstung. Hohe Kredite oder teure Ladenlokale sind meist nicht nötig.
Abschließend, das Gutachten wäre erstmal wichtig und Hilfe fürs Arbeiten das andere . Keine zu finden würde es immer schwieriger machen, Stress bedeuten, Angst vor einem vielleicht neuen Anfall und damit wars das dann ....nein antun würde ich mir nichts. Hab ja noch Verantwortung für ein Kind - sonst wäre es was anderes. Bisher hat man immer irgendwie alles geschafft, aber irgendwann ist eben auch diese Kraft ausgeschöpft.
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