Projekt Hausbau Gambia

Projekt Hausbau Gambia
3.993 € von 30.000 € 42 Spenden
13%

Geplant ist einer Familie ein neues, eigenes und würdiges Zuhause zu ermöglichen, um Mietkosten zu sparen.

Darf ich vorstellen: Familie Tramwally aus The Gambia
Ich durfte sie besuchen, bei ihnen wohnen und bin eingetaucht in ihren Alltag. Dieser ist so ganz anders als bei uns in Deutschland. Ich habe bewegende Begegnungen erlebt, die mich tief beschäftigen. Ich versuche gerade eine Idee zu entwickeln, wie ich von dem, was ich habe abgeben bzw. unterstützen kann.
Doch zunächst einmal von vorn. Buba, der älteste von 6 Geschwistern hat mich vor ca. 2 Jahren bei Instagram entdeckt; dort habe ich im Status meinen Glauben bekannt. Das war für ihn der Anlass mich zu kontaktieren. Seitdem schreiben und telefonieren wir. Es ist eine Freundschaft entstanden, sodass ich mich entschied, die Familie in The Gambia zu besuchen.
Der Vater ist vor einigen Jahren gestorben (er war der Versorger). Letztes Jahr ist der Bruder Bobo (9) an Leukämie gestorben. Die medizinische Versorgung ist nicht zu vergleichen mit der in Deutschland.
Die Familie lebt in Brikama, die größte Stadt in Gambia, wobei Stadt ganz anders ist als eine Stadt hier in Deutschland. Sie leben zur Miete, die sie eigentlich nicht zahlen können. Jeden Tag versucht Buba als Tagelöhner im Durchschnitt 300 Dalasi (4 €) zu verdienen, das Geld wird dann gleich wieder in Essen für den Tag umgesetzt. Buba hat die Schule mit Klasse 8 verlassen, möchte aber seinen Geschwistern die 12. Klasse ermöglichen. Somit bleibt er der einzige Verdiener in der Familie. Feste Anstellungen wie bei uns gibt es kaum. Jeder Gambianer versucht sich irgendwie durchzuschlagen…Ab und zu geht die Mutter auch auf den Markt und betreibt ihren „Shop“ mit Stoffen, die aus Europa aussortiert und dort als Second Hand verkauft werden. Doch nicht jeden Tag verkauft sie etwas.
Die Familie hat 2 Hauptmahlzeiten (nachmittags um 3 und abends um 9). Frühstück gibt es nicht. Alle Kinder gehen zur Schule, müssen jedoch das Essensgeld bezahlen – das ist kaum möglich. Zusammengefasst kann man sagen, dass das täglich verdiente Geld kaum mehr reicht als für das tägliche Essen. Es ist ein Leben von der Hand in den Mund. Vorsorge oder auch Vorratshaltung sind nahezu unmöglich. Da es auch keinen Kühlschrank gibt, wird jeden Tag auf dem Markt frisch eingekauft. Die Familie sind Christen und vor allem Buba und sein großer Bruder Ali gehen ab und zu zum Gottesdienst. 95% der Gambianer gehören dem muslimischen Glauben an, ca. 3% sind Christen. Was ich so mitbekommen habe, leben beide gut nebeneinander.
Buba hat ein großes Projekt geplant. Er hat vor einiger Zeit ein Grundstück gekauft (wie auch immer er das finanziell gemacht hat). Nun ist er der Eigentümer von 20x20m und möchte gern sein eigenes Haus bauen. Im bisherigen Haus gibt es nur 2 Zimmer und ein Bad. Das ist für 7 Leute nicht einfach.
Das neue Grundstück ist ca. ½ h weg und auch in deutlich ruhigerer Gegend mit weniger Moskitos. Diese sind oft ein Problem und nicht wenige haben immer mal wieder Malaria.
Um das Haus zu bauen, muss er hart arbeiten. Zement und Sand irgendwie hinbringen, Steine selber gießen und dann das Haus bauen. Ein Sack Zement kostet ca. 5€, und wie man sich sicher denken kann, ist dies finanziell unmöglich. Sein Plan ist, noch vor der Regenzeit (die im Juni beginnt) zumindest schon mal die Steine zu gießen.
Während der Regenzeit ist es schwierig einerseits selbst eine Arbeit zu finden als Tagelöhner, andererseits um zu bauen.
Meine Idee ist es hiermit einen Aufruf zu starten, um Buba und seine Familie ein neues Zuhause zu ermöglichen. 

Der erste Schritt ist das Gießen von den benötigten ca. 6500 Steinen. Das wird ca. 3000€ kosten.
Der Familie geht es gut, Fatou (älteste Tochter) bereitet sich auf die Abschlussprüfungen vor. Buba (älteste) Sohn möchte auch wieder arbeiten gehen (er war krank und musste pausieren als Tagelöhner) Somit kam in der letzten Woche auch kaum Geld rein...
Der Alltag bleibt eine Herausforderung!

Vielen Dank

Wer Fragen hat, darf sie gerne stellen. Ich werde regelmäßige Updates hier posten. 

UPDATE 12.5.25

Nun sind bereits über 1000€ zusammengekommen - herzlichen DANK! Natürlich brauchen wir noch viel mehr, aber ein Anfang ist gemacht. Gestern hat mir Buba erzählt, dass es einen Interessenten für sein Grundstück gab, obwohl Buba eine Besitzurkunde hat. Da er noch nicht angefangen hat zu bauen, kann es vorkommen, dass der vorige Besitzer zu solchen Mitteln greift. Unvorstellbar bei uns. Aber in Gambia ist das so. Buba konnte das klären. 
Ich denke, dass ich in den nächsten Tagen die erste Rate nach Gambia überweisen werde, sodass Buba und die Helfer anfangen können mit Steine gießen. 
BITTE diese Aktion weiter teilen!!!! 

Herzlichen Dank

 

UPDATE 4.6. 25 

siehe im Reiter Updates!

UPDATE 19.6.25

siehe im Reiter Updates!

UPDATE 27.6.25

siehe im Reiter Updates!

 

UPDATE 18.5.26

siehe in Reiter Updates!

  • vor 2 Tagen, 7 Stunden

    Update 2.10.26
    Es ist über 3 Monate her, als ich von Buba und seiner Familie aus Gambia berichtet habe. 
    In der Zwischenzeit ist viel passiert – nicht auf dem Bau, da Regenzeit ist – aber in der Familie.

    Auf der Baustelle hat Buba einen Wassertank installiert, um unabhängig vom öffentlichen Wasser bzw. dem des Nachbarn zu sein. 

    Bubas Mutter hatte erneut mit Bluthochdruck zu kämpfen und brauchte Medizin, die natürlich bezahlt werden musste. 

    Da in der Regenzeit sehr viele Mosquitos sind, die Malia übertragen können, ist es ratsam eine Impfung (gibt es seit einiger Zeit) zu bekommen, die ca. 1 Jahr Schutz bietet. Natürlich musste auch diese bezahlt werden (ca. 200€ für die ganze Familie), aber die Kosten bei einer Malariainfektion sind deutlich höher, und es besteht das Risiko einer lebensgefährlichen Situation. Natürlich könnte man sich auch mit Netzen schützen, aber es gibt kaum welche zu kaufen und diese müssten „dicht“ aufgehangen werden – nahezu unmöglich. Als ich in Gamiba war, hat der Ventilator geholfen, dass die Mosquitos fernblieben, aber solche einer ist nicht überall und bei Stromausfall nützt das auch nichts. Also entschieden sich alle für eine Impfung. 

    Und dann, Anfang September, kam ein besonders schwerer Vorfall: Wasa, der 11 jährige Bruder ist beim „Spielen“ von einem hohen Mangobaum gefallen. Leider sind die Kinder in Gambia sich oft selbst überlassen, sodass solche Unfälle häufig passieren. 
    Wasa musste ins Krankenhaus. Er lag im Koma. Eine Gehirnverletzung war nicht auszuschließen. Die ganze Untersuchung kostete natürlich Geld, ca. 700€!!! Er musste sogar in die Hauptstadt Banjul verlegt werden. Das Schlimmste war, dass, bevor kein Geld bezahlt wurde, er nicht untersucht oder gar behandelt wurde in der Notaufnahme! Es war ein großer Kampf, auch für mich, so viel Geld zu sammeln. Schließlich war es zusammen und ich konnte es überweisen. Nebenbei ist der Weg von dem Haus bis nach Banjul ca. 1h Fahrt mit dem Taxi, das auch Geld kostet. Jeden Tag haben sich die Mutter und Buba abgewechselt mit Besuchen und Versorgung. In Gambia gibt es keine Versorgung mit Essen und Pflege im Krankenhaus – das müssen die Angehörigen machen. Ihr könnte Euch vorstellen, dass dies ein immenser Aufwand war. 
    Der Zustand von Wasa blieb weiter kritisch. 
    Als Buba wieder zu Besuch war, ging es Wasa schlechter und Buba hat den Arzt aufgesucht, welcher gerade gegessen hat. Diese Situation hat Buba nicht ausgehalten: Sein Bruder ging es schlecht und der Arzt kümmerte sich nicht. Leider ist Buba dann körperlich aggressiv geworden gegenüber dem Arzt und dem Sicherheitspersonal. Die Polizei wurde gerufen und Buba musste in Gewahrsam.  Gegen eine Kaution hätte er freikommen können (ca. 400€). 
    Ich habe ihm deutlich gemacht, dass ich nicht für sein Fehlverhalten Geld senden werde! Es waren viele Diskussionen. Ich habe ihm aber deswegen kein Geld gesendet. Seine Angst war groß, für eine längere Zeit in ein anderes Gefängnis zu gelangen. 
    Letztendlich hat er die Entscheidung getroffen die Dokumente von seinem neuen Grundstück und Haus der Polizei als „Kaution“ zur Verfügung zu stellen. Ein harter Schritt, aber ich konnte und wollte nicht einfach so sein Fehlverhalten hinnehmen. 
    Nun ist unklar, wie es mit dem Bau bzw. dem Grundstück weitergeht. Er sagt, dass die Dokumente bei der Polizei sicher seien. Genau kann das aber aus meiner Sicht niemand sagen. 
    Falls er irgendwie die 400€ auftreiben kann wären die Dokumente sicher wieder sein Eigentum, aber das liegt nicht in meiner Hand. 

    Nachdem sich die Situation beruhigt hatte, fragte mich Buba, ob ich Geld für Schuluniformen und Bücher für seine Geschwister überweisen könnte. Ich ließ mir von ihm eine Kalkulation machen und überwies nur für diesen Zweck das Geld. Das sagte ich ihm ausdrücklich.

    Wie ging es weiter…

    Wasa ging es besser, eine letzte Untersuchung ergab keine dauerhaften Schäden, auch nicht im Gehirn! Das war mal eine gute Nachricht. Er sollte aus dem Krankenhaus entlassen werden. Aber, dann forderte dieses noch eine Endrechnung von ca. 100€, vorher durfte Wasa nicht nach Hause. 
    Ich überwies dies, Wasa ist nun zu Hause. 

    Letzte Überweisung war das Geld für die monatliche Miete und das Essen (ca. 200€).

    Die letzten Wochen waren also geprägt von vielen Ereignissen und großer Aufregung. Auch ich bin emotional an Grenzen gekommen, wie ich mit all dem umgehen soll. 
    Ich habe Buba ausdrücklich gesagt, dass ich nicht für all seine finanziellen Bedürfnisse aufkommen kann und möchte! 
    Daraufhin ist bei ihm natürlich wieder der Wunsch nach Deutschland zu kommen, um hier zu arbeiten, groß geworden. Ein riesiger innerlicher Konflikt, da die Aussichten gegen Null gehen. 

    Wie geht es nun weiter?

    Ich weiß es nicht!  Die Regenzeit geht langsam ihrem Ende entgegen. Aber wie es mit dem Grundstück, dessen Dokumente ja gerade nicht in seiner Hand sind, weitergeht, kann ich nicht sagen. 

    Falls die Dokumente wieder sein Eigentum werden, dann wäre der nächste Schritt die Decke des Hauses zu gießen, die noch mal eine große Summe Geld bedürfen (ca. 8-10.000€) 

    So, dass waren viele Infos.

    Betet bitte weiter um Weisheit, wie es weitergeht und wie ich damit umgehen kann.

    Wer Fragen hat, darf sie mir gerne stellen.

     

    Michael Strach

     

  • am 15.06.26

    Hier ist wieder ein kleines Update vom 15.6.

    Durch die Spende konnte Buba mit den Tagelöhnern das neue Haus wändemäßig fertig stellen. Auch der Ringanker ist gegossen.

    Nun fehlt "nur" noch die Decke bzw. Terasse. Das kann aber erst realisiert werden, wenn wieder Geld da ist.

    Leider ist auch in Gambia das Baumaterial sehr teuer geworden....

    Aber, ich finde, das Haus sieht schon richtig gut aus.

    Vor Kurzem ging es der Mutter wieder schlecht, sodass sie Medikamente bekommen musste.

    Aber nun geht es ihr wieder besser.

    Den anderen in der Familie geht es gut: Fatou lernt fleißig in der Hotellerie- / Gaststättenbranche. Meine große Hoffnung ist, dass sie irgendwann eine Anstellung bekommt.

    Kodu und Ida sind sehr fleißig in der Schule.

    Alie (16) muss etwas gedrängt werden zum Lernen, aber da ist Buba dran. Und Wasa geht es auch gut.

    Soweit erstmal von mir.

  • am 18.05.26

    Hallo liebe Spender und Interessierte,
    ich möchte wieder aus Gambia berichten.
    Zur Zeit ruhen die Bauarbeiten, weil gerade keine Spenden eingehen, aber das ist manchmal so und das kennen so manche Bauherren hier in Deutschland auch...
    Buba hat hin und wieder eine Anstellung als Tagelöhner, das freut mich sehr.
    Dennoch kommen ihn ihm immer wieder Gedanken hoch nach Deutschland zu kommen. Viel hab ich ihn darüber aufgeklärt, dass die Chancen sehr gering sind, dauerhaft hier zu leben und zu arbeiten. Die Voraussetzungen sind sehr schlecht: keine Deutschkenntnisse, kein Schulabschluss. Dies sind Voraussetzungen für einen Visumantrag. Gestern habe ich ihn das noch einmal ausführlich dargestellt. Ich hoffe und bete, dass er es verstanden hat. Ich habe ihm erzählt, dass er sich auf das Hausprojekt und seine Arbeit konzentrieren soll, das macht am meisten Sinn.
    Ja, das Leben ist hart in Gambia, aber er kann nur dort einen Unterschied machen.
    Ich bin guter Hoffnung, dass der Hausbau bald fortgesetzt werden kann und somit wieder seine Motivation steigt, vor Ort zu investieren.
    Ich bitte Euch daher weiterhin Buba, seine Familie ins Gebet einzuschließen und wem es möglich ist eine Spende zu überweisen. Vielleicht schaffen wir, dass bis Ende Juni alle Maurerarbeiten fertig werden. Denn dann beginnt die Regenzeit.

    zur Familie:
    Fatou macht weiter ihre Ausbildung (Training) im Hotelerie- und Gaststättengewerbe.
    Der Mutter geht es mal gut, aber oft ist sie sehr schwach. Leider trägt die Lebensweise und einseitige Ernährung nicht gerade dazu bei, dass sie gesund wird. Die ärztliche Behandlung ist ja sowieso schwierig.... 
     

    Soweit erstmal von mir und der Familie Trawally. Wer weitere Fragen hat, der darf sich gerne melden.... 

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